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Tierschutzbund Zürich | Animal Welfare Foundation e.V.
Newsletter 1|2020
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Seit 2010 recherchieren AWF|TSB zu Tierexporten. Seit 2015 vermehrt auch zu Tierexporten per Schiff. 2017 erschien das Dossier "Tierschutz über Bord".  

Empörung von Politik und Wirtschaft nur heisse Luft: Tierexporte steigen weiter

Liebe Leserinnen und Leser

2017 haben wir unsere Recherche "Tierschutz über Bord" veröffentlicht. Das ZDF berichtete in der Dokumentation "Geheimsache Tiertransporte" über die Missstände, die unsere Einsatzteams bei Schifftransporten aufdeckten. Politik und Wirtschaft bis hin zu den Bauernverbänden zeigten sich ob der Zustände empört und versprachen zu handeln. Doch was hat sich seither getan? 

Tierexporte per Schiff sind weiter gestiegen 
Insgesamt werden jährlich drei Millionen Schafe und Rinder aus der EU in Drittländer exportiert. Wachsender Anteil sind Tiertransporte per Schiff. 
Oftmals werden die Tiere tage-, manchmal sogar wochenlang, auf Schiffen bis nach Israel, Ägypten, Libyen, Saudi-Arabien und in den Libanon transportiert. 
Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme bei Schafexporten um 20 %. 
Verschärfend ist zudem, dass der Handel vermehrt Transportwege nutzt, die eine staatliche Kontrollen erschweren.

Der Handel verlagert sich, die Wirtschaft findet neue Schlupflöcher
Neue Recherchen unserer Einsatzteams zeigen, dass sich der Handel nicht am Tierschutz orientiert. Vielmehr werden die Transportplanungen so durchgeführt, dass der Exporteur mit dem geringsten behördlichen Widerstand kalkulieren kann. Beispiel: Ein Schiff, dem die Zulassung in Portugal verweigert wird, holt sie sich in Rumänien. Exporteure, denen die Veterinärkontrollen in Slowenien zu strikt sind, weichen auf Kroatien aus. In Irland werden Rinder zuerst mit dem LWK durch halb Europa gekarrt, um die strengeren Auflagen der irischen Behörden an Schifftransporte zu umgehen. Dabei erfüllen die meisten Schiffe nicht einmal die spärlichen Anforderungen der EU-Tierschutztransportverordnung. 

Was können wir tun? 
Auch wenn sich seit 2017 die Exportzahlen erhöht haben, gibt es Signale aus einigen Mitgliedstaaten der EU, dass man diese Transportsituation der Tiere nicht hinnehmen möchte. Diese Entwicklung und die öffentliche Kritik (z.B. Medienberichte, Veterinärverbände) müssen wir mit neuen Recherchen und weiteren Einsätzen unterstützen. 
 
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Vielen Dank und herzliche Grüsse
Ihr
[Unterschrift York]
York Ditfurth
Präsident
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